Drochtersen – Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister wird als Ehrengast zum 18. Elbstrandrennen am 9. September nach Krautsand kommen. Das teilte der Vorsitzende des Vereins für Pferderennen, Dieter Baukloh, Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung seiner Organisation in Drochtersen mit. Eingeladen zu einem beabsichtigen Dreiertreffen der norddeutschen Regierungschefs seien auch Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und der künftige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, der nach der dortigen Landtagswahl im Mai als Nachfolger von Peter Harry Carstensen neu ins Amt kommt.
Die Versammlung bestätigte Baukloh (67) und seinen Stellvertreter Georg von Borstel (68) für weitere drei Jahre einstimmig im Amt. Beide machten aber deutlich, dass sie aus Altersgründen ins zweite Glied zurücktreten wollen, sobald Nachfolgekandidaten gefunden seien. Schriftführerin Petra Baukloh wurde ebenfalls wiedergewählt. Für Pressewart Dirk Ludewig, der nicht wieder kandidierte, rückte Manfred Decker nach.
Der Vorsitzende berichtete, dass die Vorbereitungen auf das nächste Rennen auf vollen Touren laufen. Sponsoren zu gewinnen sei in diesem Jahr besonders schwierig, aber für die Hälfte der angestrebten rund 12.000 € an Preisgeldern lägen bereits Zusagen vor. Die Gemeinde Drochtersen habe wieder 2.000 € als Zuschuss für die aufwändigen Sandschiebearbeiten am Strand bewilligt. Die Johanniter-Unfallhilfe werde voraussichtlich wieder mit ihrer Sanitäts-Reiterstaffel aus Hamburg im Rahmenprogramm zwischen den einzelnen Rennen auftreten.
Die Tradition geht weiter - Wieder Elbstrandrennen auf Krautsand
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Darauf haben sich nach langem Tauziehen der Verein für Pferderennen am Krautsander Elbstrand, die übrigen nordwestdeutschen Veranstalter und der Hauptverband für Traberzucht (HVT/Berlin) verständigt. Terminstreitigkeiten zwischen allen Beteiligten hatten in diesem Jahr zum Ausfall des traditionellen Elbstrandrennens geführt.
Wie der Vereinsvorsitzende Dieter Baukloh in Drochtersen mitteilte, wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, das Krautsand-Rennen auf die Beine zu stellen. Es muss sich einfügen in den Terminrahmen bundesweit gleichartiger Veranstaltungen, wobei die großen Anbieter wie in Berlin oder Hamburg Vorrang genießen vor den kleinen ländlichen Vereinen. Dazu kommt, dass die Traberzucht seit Jahren rückläufig ist, so dass immer weniger Pferde für den Rennsport zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund hatte der Hauptverband das für diesen August vorgesehene 18. Elbstrandrennen nicht genehmigt, weil gleichzeitig das deutsche Traberderby in Berlin angesetzt war. In früheren Jahren waren solche Überschneidungen noch geduldet worden.
Auch die Platzverhältnisse auf Krautsand bereiten dem Rennverein Sorgen: Starkes Hochwasser wie bei den jüngsten Stürmen spült schon mal große Mengen Sand weg und lagert sie dort ab, wo sie gar nicht gebraucht werden. Dies macht vor jedem Rennen aufwändige Sandschiebearbeiten notwenig. Deshalb hat der Verein nach Bauklohs Angaben wieder einen Kostenzuschuss bei der Gemeinde Drochtersen beantragt. Nicht zuletzt dank solcher Finanzspritzen habe das Elbstrandrennen in den vergangenen Jahren gesichert werden können. Den Hauptanteil allerdings trügen Sponsoren und Zuschauer, die mit ihren oft namhaften Spenden und den Eintrittsgeldern eine solche Großveranstaltung möglich machten.
